Jan Sievers "Was ist dann Liebe"
Eure Stimme zählt!
Am 4. Oktober erschien die neue Single "Was ist dann Liebe?" von Jan Sievers. "Was ist dann Liebe?" ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein außergewöhnliches Projekt. Zum einen ist das Stück ein "Song zum Roman", nicht wie sonst üblich ein "Song zum Film". Anlass ist das Buch "Wunschkonzert" des Autorinnen-Duos "Anne Hertz", das von Jans Album „abgeliebt“ inspiriert ist.
Mit einer Hälfte des Duos, Wiebke Lorenz, hat Jan den Song aufgenommen. Seit Anfang Oktober kann man "Was ist dann Liebe?" kostenlos herunterladen – exklusiv und für begrenzte Zeit auf Amazon.de.
Bereits heute gibt es die Video-Premiere von "Was ist dann Liebe?", und das ist ein weiterer außergewöhnlicher Aspekt dieses Songs. Denn in dem Video stecken mehrere Monate Arbeit, über 350 Shots, 59 Darsteller und 14 Drehtage. Am Ende wurde aus einer verrückten Idee ein tolles Video gespickt mit vielen kleinen Überraschungen.
Diskografie:
Was ist dann Liebe? (feat. Anne Hertz) ,Warner Music Group Germany GmbH,
VÖ 30.09.2011, Single CD
20.000 Mann, Warner Music Group Germany GmbH, 11.02.2011, Single CD
Abgeliebt, Warner Music Group Germany GmbH, 21.05.2010, CD
Die Suche, Warner Music Group Germany GmbH, 26.03.2010, Single CD
Biografie:
So war das nicht geplant. "Feuerwehrmann, Astronaut, Rennfahrer - auf der Liste meiner Traumberufe stand seit meiner Kindheit so einiges. 'Sänger' allerdings nicht, auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen." Jan Sievers lacht sein
offenes Lachen, immer noch sichtlich erstaunt über die plötzliche Wendung seiner Karriere: Mit dem Song "Die Suche" ist er seit Wochen Dauergast in den Charts, sein rauer, warmer Bariton klingt aus allen Kanälen.
Vor kurzem hat er sein TV-Debüt als Sänger gegeben, im zarten Alter von 32 Jahren, live bei Stefan Raab, das Netz wimmelt nur so vor Einträgen mit dem Namen "Jan Sievers" und der Blätterwald raschelt schon seit Wochen. Dabei hat er sein Album mit dem ungewöhnlichen Titel "Abgeliebt" erst just fertiggestellt - wenngleich mit namhafter Hilfe: Jens Carstens und Zoran Grujovski, bekannt aus dem "Rosenstolz"-Umfeld, und Patrick Majer, der unter anderem bei "Wir sind Helden" und "Jennifer Rostock" hinter den Reglern saß, zeichnen für die Produktion verantwortlich.
Was wohl passiert wäre, hätte es nicht diesen auf Kassette gesungenen Geburtstagsgruß für eine Kollegin gegeben? Und was, wäre diese kurze Stimmprobe nicht hinter seinem Rücken in der Musikbranche lanciert worden? Wahrscheinlich wäre er in seinem Job geblieben. Jan Sievers ist nie auf Feuerwehrleitern geklettert, bis ins All ist er erst recht nicht gekommen, er wurde stattdessen Werbetexter. Mit Musik und Songwriting hat die Werbewelt allerdings wenig zu tun, außer dass beide Felder eine Spielfläche für Kreativität und Worte bieten – die Werbung eine klar abgegrenzte, die Musik dagegen eine schier unendliche. Nachdem er einmal in die neue Kreativ-Spielwiese betreten hatte, war die Leidenschaft geweckt. Und sie gewann nach kurzer Zeit die Oberhand: Jan Sievers hängte den sicheren Job an den Nagel und stürzte sich in sein neues Leben. Ohne Absicherung, ohne Erfahrung in seinem neuen Arbeitsum-
feld, abgesehen von ein wenig Klavier- und Schlagzeugunterricht, den ihm seine Eltern als Kind hatten angedeihen lassen. Ein finanzielles Risiko, aber kein Problem: Jan Sievers hat ein ausgeprägtes Urvertrauen, ob das nun sein Berufsleben betrifft oder adrenalinschwangere Verrücktheiten wie Fallschirmspringen und Canyoning, denen er in seiner Freizeit nachgeht. Er wollte und musste es einfach ausprobieren. Es würde schon gut gehen. Und es ging gut. In der Hamburger Clubszene erspielte Jan Sievers sich schnell den Ruf eines Publikumsmagneten. Und auch darüber hinaus machte sein Name die Runde: Noch bevor er überhaupt einen eigenen Titel auf dem Markt hatte, schrieb er schon für andere. Zum Beispiel den Text zu "Ich bin ein Nichts", Gunter Gabriels vom Feuilleton hymnisch gefeierte Interpretation des
Radiohead-Klassikers "Creep" - g
anz nebenbei die erste fremdsprachige Textbearbeitung, die Radiohead-Mastermind Thom Yorke je freigegeben hat.
Die Ideen kommen ungeplant, die Inspiration kann überall lauern - im Urlaub, im Bus oder an der Kassenschlange im Supermarkt. Und immer wird alles ste-hen und liegen gelassen, so lange, bis die Eingebung auf Papier oder Aufnahmegerät gesichert ist. Etwaige Genregrenzen spielen dabei keine Rolle, Jan Sievers schreibt einfach Songs, und die bekommen, was sie brauchen: Emotionen, kitschfrei verpackt in seiner bildhaften Sprache, poetisch und voll detailverliebter Wortspiele, aber immer auf den Punkt formuliert. Das Ergebnis ist deutschsprachige Popmusik mit Mut zur großen Geste.
Und ohne Furcht vor großen Namen: Im Video zu "Die Suche", der ersten Single des Albums, gibt es gleich ein munteres Stelldichein - Jennifer Rostock, Gunter Gabriel und Schauspielerin Ina "Paule" Klink leihen der vorwärtsgewandten Ballade ihre Gesichter. Genau wie Udo Lindenberg, gewissermaßen als Ehrengast, der "Jan, dem charmanten Vogel", diesen Wunsch gern erfüllte.
Zwei Stücke auf "Abgeliebt" sind Koproduktionen mit dem schwedischen Jazz-Musiker und Komponisten Martin Tingvall, der schon für Udo Lindenbergs epochales Comeback-Album "Stark wie Zwei" maßgebliche Songs beisteuerte und
jüngst mit seinem "Tingvall Trio" den Jazz ECHO entgegennehmen durfte: das druckvolle "Gegen die Zeit" sowie der letzte Song des Albums, "Fortsetzung folgt". Hinter dem unprätentiösen Titel des finalen Tracks verbirgt sich ein ergreifender, nur von Klavier und Streichern begleiteter Abschiedsbrief an eine erst vor kurzem verstorbene Person, der sich Jan Sievers noch immer sehr verbunden fühlt. Ein Song, der das Innerste nach außen kehrt. "Es tut gut, solche Gefühle rauszulassen, sie zuzulassen und in Worte
und Töne zu fassen",
sagt Jan Sievers. "Musik schreiben, bedeutet für mich auch, Erlebtes zu verarbeiten. Von Zeit zu Zeit tut es einfach gut, den emotionalen Eisschrank abzutauen und Platz für Neues zu schaffen."
Außerdem wurde ein weiterer Wunsch Realität: Der von einem Duett mit AnNa R., der Sängerin von Rosenstolz. Mit dem Titel "Nichts zu bereuen" schrieb Jan Sievers eher eine Art "Anti-Duett", einen Song für zwei charakterstarke, völlig unterschiedliche Stimmen, die sich aber perfekt ergänzen.
Jan Sievers schaut mit einem offenen, grundsätzlich positiven Blick auf das Le-ben mit all seinen Eigenheiten und Wirrnissen. Im Herbst ist eine Tournee geplant, alles andere wird sich weisen. Und was immer die Zukunft auch an neuen Überraschungen parat halten mag: Das wird schon.
Weitere Informationen finden Sie unter www.jan-sievers.de und http://www.warnermusic.de/jansievers









