Blackmail "Night School"
Eure Stimme zählt!
ANIMA NOW!

BLACKMAIL
ANIMA NOW! – Das brandneue Album
(45 Records / Vertrieb: Soulfood)
VÖ am 29. April 2011
1. Single „Deborah“
Wenn Synchronsprecher sterben, stirbt auch ein Teil des Hauptdarstellers. Das weiß ein jeder Cineast. Austauschen lässt sich eine markige Charakterstimme nicht so leicht, ohne das Gesamtbild zu verwässern oder schlimmstenfalls die Fans zu verprellen. Wenn allerdings gleich einer der gefeierten Hauptdarsteller selbst wegbricht und fortan ein riesiges schwarzes Loch im Drehbuch klafft, kriegen auch gestandene Erfolgregisseure mitunter kalte Füße.
Was tun? Die Geschichte mit einem Heldentod beschließen und auf Legendenstatus hoffen? Mit zweitklassiger Besetzung leichte Trendkost und seelenlose Fortsetzungen verkaufen?
„Von wegen!“, sagt die hochgeschätzte Indierock-Institution BLACKMAIL und fordert mit ihrem brandneuen Album kurzerhand:
„ANIMA NOW!“
Nach der Trennung von Sangesmann Aydo Abay melden sich die talentierten Koblenzer Anfang 2011 nun komplett renoviert, aufgebohrt und stark wie nie zuvor zurück. Kurt und Carlos Ebelhäuser an Gitarre und Bass, Schlagzeuger Mario Matthias und die neue Stimme Mathias Reetz schreiben aber nicht einfach ein weiteres Kapitel in der Bandhistory, sondern schlagen kurzerhand ein neues BLACKMAIL Buch auf. Kleine Inhaltsangabe gefällig?
Neues GRANDIOSES Album. Neue tolle Stimme. Neu gefundene Frische. Neues eigenes Label.
Bitte sehr! Lediglich die alten Songwriting-Stärken von Alben wie Tempo Tempo, Friend Or Foe oder Aerial View und das Ebelhäusersche Selbstbewußtsein sind gleich geblieben. Ein Glück - und doch kein Wunder eigentlich: Wer sämtliche Spielarten des Alternative Rock tadellos beherrscht und seit Jahren mit absoluter Ausnahmerelevanz von Fans geliebt, von Kritikern hochdekoriert und gelobt und von Bands als Referenz genannt wird, der darf mit seinem Können gerne angeben.
BLACKMAIL sind nicht nur der Deutschen Musiklandschaft immer mindestens zwei interessante Schritte voraus gewesen und überlassen ab dem 29. April 2011 mit den 13 Songs auf ANIMA NOW!, überbordend vielen fantastischen Ideen und einem lässigen Schulterzucken das Wellenreiten weiterhin den Langweilern – und das positiver denn je.
Schlüssel ist hier Mathias Reetz (Ex-Junias, The Heart Of Horror), der Neuzugang an Mikro und Gitarre, der nicht nur mitkomponieren durfte, sondern druckvollen, geradezu jugendlich frischen Songs wie dem Album-Opener „Resonant Wave“ oder der ersten Killersingle „Deborah“ bei aller stimmlichen Nähe zu seinem Vorgänger ein ganz neues BLACKMAIL Gesicht gibt.
Die Aufbruchsstimmung, die Reetz in den Proberaum brachte, hat sich vollends auf die Ebelhäuser-Brüder übertragen – so einnehmend und treibend die Band auf „Anima Now!“ rüberkommt. An dieser Stelle sei bemerkt dass die Studioarbeit an den drums grossartig von Anton Zaslavski (Dioramic) erledigt wurde, da Mario Mathias aus gesundheitlic
hen Gründen in der Produktionsphase ausfiel. Das tut dem Ergebnis keinen Abbruch - da überschlagen sich tolle Schlagzeug-Fills und geniale Riffs auf engstem Raum, ungewohnt positiv und erdig.
Geradezu rastlos preschen die Drums in „Monographic Doll“ voran, während die Saiteninstrumente mit absoluter Leichtigkeit auf dem Beat ruhen und gelassen atmen. Sphärische Klangwelten wie im luftigen „Santa Rosalia“ geben sich auf ANIMA NOW! ganz selbstverständlich die Hand mit pumpenden, lebendigen Rockern der Marke „Rocket Soul“, einem Song, der in jeder Sekunde „Jetzt erst recht!“ schreit – nicht zuletzt der leidenschaftlichen Gesangsperformance wegen. ANIMA NOW! liest sich in seiner Vielschichtigkeit wie ein Mixtape, klingt aber bis zum letzten Akkord des melancholischen „Dialogue Dial“ absolut aus einem Guss. Kompromisse gehen anders, vor allem, wenn man bedenkt, dass das Album in rekordverdächtigen vier Wochen geschrieben, aufgenommen und gemischt wurde.
Keine Sorge: Intensiv bleiben die Arrangement Kapriolen natürlich weiterhin und anbiedernde Happy-Go-Lucky Songs für die Hausfrauen-Radios der Welt schreibt die Ebelhäuser-Sippe in diesem Leben eh nicht mehr.
Und auch das muss an dieser Stelle mal lobend erwähnt werden, denn BLACKMAIL haben sich unlängst für noch mehr Rheinländer Eigenbrötlerei entschieden und stemmen den Release von ANIMA NOW! ab sofort mit dem bandeigenen Indielabel 45 RECORDS. Respekt UND Bliss, please! Das höchste Maß an Emanzipation und Freiheit, aber durchaus auch ein Risiko, dem BLACKMAIL mit einem Album entgegentreten, welches trotz allem nach Entscheidungen jenseits von Business-Entscheidungen klingt. ANIMA NOW! ist nicht künstlich groß aufgeblasen oder gefällig, sondern einfach große Kunst, die gefällt. Darauf sollten sich Fans von gutgemachtem Indie, Alternative, Rock, Pop und Denkdirwasaus bestens einigen können. Versprochen!
Schließlich werden in Koblenz die Sportgitarren noch aus den richtigen Gründen eingestöpselt:
„Wir machen als BLACKMAIL weiter, weil wir es immer noch so sehr lieben, in dieser Band zu spielen! Musikalische Grenzen gibt es für uns nicht. Alles ist möglich, solange es keine Scheiße ist!“, sagt Band-Mastermind und Produzent Kurt Ebelhäuser (u.a. Donots, Escapado, Union Youth), der übrigens für ANIMA NOW! wieder einmal höchst selbst hinter den Reglern des Blackmailschen Tonstudio 45 gesessen hat, erstmalig allerdings mit tatkräftiger Unterstützung.
Simon Jäger hat als 2ter Produzent nicht nur großen Anteil am knackigen, individuellen Gesamtklang und den stets geschmackssicheren Synth Sounds des Albums – er hat Kurt Ebelhäuser mehr Raum und Zeit gegeben, sich wieder auf das unverkopfte Musikmachen als Bandmitglied rückzubesinnen. Die perfekte, harmonische Ergänzung also zur Umsetzung einer ohnehin schon sehr detaillierten Vision. Ergo: Frischzellenkur galore in der Koblenzer Kreativ-Wir-AG!
Manche würden sagen: It’s lonely at the top. Aber wer das weiß, der kann es sich da oben gerne bequem machen und sein eigener Maßstab werden. Die Erfolgsgeschichte kann man schließlich auch ganz alleine weiterschreiben - und 2011 zwischendurch auf ausgedehnte Club- und Festivaltour gehen.
Legende wird man sowieso noch früh genug.
(Ingo Donot)
Websites:
www.blackmail-music.com
www.45rec.de
www.tonstudio-45.de










