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Bobby Rush. Foto: Deep Rush Records/dpa

Albumvorstellung: «Rawer Than Raw»

Berlin (dpa) - In der Musik von Bobby Rush schwingen die Wellen des Mississippi mit, über den in einer längst vergangenen Zeit Schaufelraddampfer hinweggleiten. Man mag dabei auch an Tom Sawyer oder kleine Farmen und Siedlungen am Wasser denken - das neue Album «Rawer Than Raw» hat all das in sich.

Natürlich, denn schließlich ist das Album als Hommage an die Blues-Geschichte von Mississippi gedacht und wird diesem Anspruch auch mit jeder Note gerecht.

Dabei stammt der Blues-Musiker gar nicht aus Mississippi. Vielmehr stammt er aus der Nähe von Homer in Louisiana, wo er vor 86 Jahren das Licht der Welt erblickte und auf den Namen Emmett Ellis Jr. getauft wurde. Da er schon früh beschloss, in die Welt der Musik einzusteigen, legte er sich den Künstlernamen Bobby Rush zu, um, wie er später sagte, seinem Vater «keine Schande anzutun».

Nun, da hätte er sich keine Sorgen machen müssen. Der Erfolg, der sich ab den 70er Jahren einstellte, wäre sicherlich auch sein Vater stolz gewesen. Seit Jahrzehnten ist Bobby Rush in der Welt des Blues eine feste Größe. «Der Mann ist ein internationaler Schatz», würdigt ihn Blues-Weltstar Joe Bonamassa. Er sei «einer von denen, die noch echten Blues spielen». Leider, fügt Bonamassa hinzu, «gibt es nicht mehr viele von ihnen».

Das neue Album ist der Nachfolger von Rushs «Sitting on Top of the Blues» aus dem Jahr 2019. «Rawer Than Raw» ist ein musikalischer Querschnitt durch die Geschichte der Mississippi Blues Hall of Fame. Rush covert auf dem Album eine Reihe von Klassikern seiner Weggefährten, wie etwa Robert Johnson, Skip James, Howlin' Wolf, Sonny Boy Williamson II oder Muddy Waters.

Doch es gibt auch fünf Rush-Originale - «Down in Mississippi», «Let Me in Your House», «Sometimes I Wonder», «Let's Make Love Again» und «Garbage Man». «Obwohl ich aus Louisiana stamme, bin ich stolz darauf, Mississippi mein Zuhause zu nennen», bekennt er. Er verneige sich vor den Menschen aus Mississippi, denn sie seien ihren Wurzeln treu geblieben. «Wenn ihr die echten Blues-Erfahrungen sucht, dann kriegt ihr sie nur von denen, die aus Mississippi stammen.» In seinem Fall ist dies auch auf Wahlbürger Mississippis übertragbar.

Das neue Album hat mit Sicherheit auch die Qualität, es in den Charts ganz nach oben zu schaffen. Aber schon bei seinem Vorjahresalbum meinte Rush, man können nicht einfach hingehen und einen Hit komponieren. «Du kannst nur dein Bestes geben und darauf hoffen, dass es ein Hit wird.» Und «Sitting on Top of the Blues» ist schließlich für einen Grammy nominiert worden.

© dpa-infocom, dpa:200805-99-46219/4

Website Bobby Rush

Busty And The Bass: «Eddie»

Foto: Label

Berlin (dpa) - Na klar, es ist total «retro», was die Band Busty And The Bass auf ihrem Album «Eddie» macht. Funk, Soul, Hip-Hop und Jazz werden hier nicht neu erfunden, der Innovationswille der achtköpfigen Truppe aus Montreal tendiert gegen Null. Aber schön ist's halt doch.

Das Mitte August auf dem Label Arts & Crafts (Vertrieb: Caroline/Universal) erschienene Werk wäre in normalen Zeiten «vor Corona» ein sicherer Kandidat für ausgelassene Open-Air-Tanzpartys gewesen. Die Bläser erinnern an frühere Sommermusik-Spezialisten wie Earth Wind & Fire. Groovige, Midtempo- und balladeske Songs wechseln sich wunderbar harmonisch ab, die Sänger haben alles drauf, was Soul aus dem Hause Motown in den 70er Jahren so toll machte.

Wer sich von den derzeit modischen R&B-Erneuerungen mit skelettierten Beats, dünnen Melodien und hochgepitchten Autotune-Stimmen genervt fühlt, wird auf «Eddie» also viel Gutes finden. Zumal das Album prominente Gäste wie die Electro-Funk-Ikone George Clinton (Parliament, Funkadelic) und R&B-Sängerin Macy Gray (auf der Single «Out Of Love») zu bieten hat.

Die aus Kanadiern, US-Amerikanern und Musikern beider Staatsbürgerschaften bestehende Band hat eine mehr als respektable Entwicklung hinter sich - von einer instrumentalen Jazz-Band der McGill University in Montreal auf internationale Bühnen. Nach den EPs «Glam» (2015) und «Lift» (2016) sowie dem 2017er Studiodebüt «Uncommon Good» gehen die Retro-Soulfunker ihren traditionsverbundenen Weg selbstbewusst weiter.

Auf Live-Auftritte mit diesem temperamentvollen Sound - hoffentlich dann 2021! - darf man sich freuen. «Wir wollen den Leuten letztlich nur Freude bringen», heißt es von Busty And The Bass. «Wir hoffen, dass "Eddie" ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.» Das sollte gelingen.

© dpa-infocom, dpa:200828-99-345781/4

Busty And The Bass

Albumvorstellung: «Have You Lost Your Mind Yet?»

Foto: Label

Fantastic Negrito:

Auf den Blues-Grammy abonniert?

Mit seinen beiden vorherigen Alben kam Fantastic Negrito zu Grammy-Ehren. Die neue Platte erzählt wieder Geschichten aus dem afroamerikanischen Alltag - und über diesen modernen Blues- und Soul-Musiker selbst, der schon viele Höhen und Tiefen erlebte.

Berlin (dpa) - Ob die Erfolgsgeschichte des Xavier Dphrepaulezz alias Fantastic Negrito einfach so weitergeht? Immerhin gewann der Blues-Musiker aus Kalifornien zuletzt zwei Blues-Grammys.

Und auch sein neues Album «Have You Lost Your Mind Yet?» (Cooking Vinyl) ist ein zeitgemäßes Crossover-Werk zwischen Blues, Funk, Soul, Rock und Gospel, das den 52 Jahre alten Sänger und Gitarristen für höhere Weihen qualifizieren könnte.

Gerade in Zeiten von «Black Lives Matter» und tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze sind die Fantastic-Negrito-Songs aus dem afroamerikanischen Alltag so bedrückend aktuell wie selten. Jeder Track erzählt zugleich etwas über den Musiker aus Oakland bei San Francisco, der die Höhen eines Millionen-Dollar-Plattenvertrags erlebte, die Tiefen eines beinahe tödlichen Autounfalls - und dann Erfolge auf die großen Bühne der Popmusik.

Man muss einräumen, dass Dphrepaulezz den Horizont seiner beiden starken Vorgänger-Alben «The Last Days Of Oakland» (2016) und «Please Don't Be Dead» (2018) nicht groß erweitert - eventuell ein Stück weit in Richtung einer bluesigen Soul-Musik, die gelegentlich sogar an Prince erinnert (etwa im tollen «Your Sex Is Overrated»). Ein Play-Safe-Album ist «Have You Lost Your Mind Yet?» deswegen aber nicht - zumal die Gitarre und der Gesang dieses Musikers jederzeit für eine Gänsehaut gut sind.

Wie nah am Zeitgeist und wie empathisch Fantastic Negrito ist, zeigte er Ende März mit einem Video zur Single «Chocolate Samurai», für das sich Fans während der ersten Tage der Pandemie zu Hause gefilmt hatten. «Ich bat Menschen auf der ganzen Welt, mir Filmmaterial darüber zu schicken, wie sie mit dem Coronavirus umgehen. Das ist es, was zurückkam. Ein Moment des Lichts. Wir mögen hinter verschlossenen Türen isoliert sein, aber wir stecken da gemeinsam drin.»

© dpa-infocom, dpa:200828-99-346712/4

Fantastic Negrito

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Albumvorstellung: “April/月音”

Presse + Online: presse@mona-lina.dePresse: meetz@pias.com 

EMMY THE GREAT

Die Singer-Songwriterin Emma-Lee Moss alias Emmy The Great kündigt ihr neues Album “April/月音” für den 09.10. via Bella Union an! Mit “Dandelions/Liminal” präsentiert die in London lebende Künstlerin einen ersten Eindruck von dem im Herbst erscheinenden Material, das musikalisch als Alternative-Pop beziehungsweise Anti-Folk zu kategorisieren ist.

Im Verlauf der zehn neuen Songs erkundet Emmy The Great ihre Identität und ihren Platz in dieser Welt, taucht dafür in verschiedene Kulturen ein und findet Magie an Orten, an denen sie sie nicht erwartet hat. Die Songs setzen sich mit dieser Magie auseinander, die die Sängerin auf ihrer bisherigen Reise erlebt hat. Emma wurde 1983 in Hongkong als Sohn eines englischen Vaters und einer chinesischen Mutter geboren und kam so schon früh mit diversen kulturellen Unterschieden in Kontakt.  Bereits in jungen Jahren fuhr sie mit dem Zug zum nächstgelegenen Plattenladen, um sich mit nicht-chinesischer Musik einzudecken. Infolgedessen entwickelte sie eine Vorliebe für Bands wie Weezer, The Smashing Pumpkins und The Lemonheads, die sie bis heute als ihre Einflüsse beschreibt.

Später zog sie mit ihrer Familie nach England, wo Emmy zu einem festen Bestandteil der aufstrebenden Londoner Anti-Folk-Szene wurde und unter anderem Kollaborationen mit Fatboy Slim, Kate Nash und Tom Fleming von Wild Beasts aufnahm. Das neue Album “April/月音” folgt der von der Kritik gefeierten Platte “Second Love” aus dem Jahre 2016 und führt Emmys eingeschlagenen Weg konsequent fort.

Presse: meetz@pias.com 
Radio: mitja.bruch@pias.com (+Online) | soeren.heuer@pias.com 

Albumvorstellung: "AMERICAN HEAD"

Fotos: [PIAS]

THE FLAMING LIPS KÜNDIGEN IHR NEUES ALBUM "AMERICAN HEAD" AN!The Flaming Lips präsentieren mit "My Religion Is You" einen weiteren brandneuen Song! Und was an dieser Stelle verraten werden darf: Wie die bereits erschienene Single “Flowers of Neptune 6" wird auch der aktuelle Song auf dem neuen Album "American Head" zu finden sein, das am 11.09. diesen Jahres via Bella Union erscheint!Die 1983 in Oklahoma City gegründete Band verbindet darauf Alternative-Sounds und experimentellen Pop zu einem mitreißenden, packenden Gesamtwerk über das Wayne Coyne mit seiner markanten, klaren Stimme gleitet. “Even though The Flaming Lips are from Oklahoma we never thought of ourselves as an AMERICAN band“, erklärt Wayne. "So for the first time in our musical life we began to think of ourselves as ‘AN AMERICAN BAND’…We started to think of classic American bands like The Grateful Dead and Parliament-Funkadelic and how maybe we could embrace this new vibe.”Bei "My Religion Is You", dem letzten Track des Albums, geht es dabei um ein Gespräch, das der katholisch erzogene Wayne in jungen Jahren mit seiner Mutter führte. "Religion is there for people who don’t have a family that loves them. If their mom doesn’t love them or their dad doesn’t love them then they know that god loves them because humans can’t live without love", erklärte sie ihm. Wayne entgegnete: “Then MY religion is you”. Das Video schließt dabei unmittelbar an die Szenen aus "“Flowers of Neptune 6" an, wenn Coyne mit einer gigantischen Blume "bewaffnet" vor einer entflammten Kulisse, die bereits im vorherigen Video zu lodern anfing, sein Herz ausschüttet.In der knapp 40-jährigen Bandgeschichte haben die US-Amerikaner bereits dutzende Alben released, "American Head" ist für das mittlerweile 7-köpfige Ensemble selbst jedoch seit langer Zeit wieder einmal mehr ein Gefühl als ein nur ein Sound, das während der Albenproduktion entstand.  "We were, while creating it, trying to NOT hear it as sounds, but to feel it. Mother’s sacrifice, Father’s intensity, Brother’s insanity, Sister’s rebellion. I can’t quite put it into words."Tracklist "American Head":01. Will You Return02. Watching The Light Bugs Glow03. Flowers Of Neptune04. Dinosaurs On The Mountain05. Summer Loners06. Mother I've Taken LSD07. Brother I Don't Want You To Die08. The Magic Trees09. Mother Please Don't Be Sad10. When We Die When We're High11. Assassins Of Youth12. God And The Policeman13. My Religion Is YouPresse: meetz@pias.comRadio: mitja.bruch@pias.com (+ Online) | soeren.heuer@pias.com

 

 

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